Nature Finance
Der Finanzierungsbedarf für die Naturwende der Schweiz
Zusammenfassung
Die Studie der Schweizerischen Bankiervereinigung und der Boston Consulting Group analysiert den Finanzierungsbedarf für den Übergang der Schweiz zu einer naturpositiven Wirtschaft in Übereinstimmung mit dem Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF). Sie schätzt den jährlichen Finanzierungsbedarf bis 2050 auf 5,3 Milliarden CHF in zehn Schlüsselbereichen. Der grösste Bedarf besteht bei der Wasserinfrastruktur (2,6 Mrd. CHF) und der regenerativen Landwirtschaft (1,4 Mrd. CHF). Derzeit belaufen sich die jährlichen Ausgaben auf rund 3,2 Milliarden CHF, was eine erhebliche Finanzierungslücke hinterlässt. Rund 85 % der künftigen Investitionen werden weiterhin öffentliche Mittel erfordern, was auf die hohe öffentliche Eigentümerschaft von Naturwerten und die oft fehlende kommerzielle Rentabilität von Naturprojekten zurückzuführen ist. Die restlichen 15 % bieten jedoch gezielte Chancen für private Finanzierungen, etwa in den Bereichen Ökotourismus, alternative Proteine und Begrünung von Immobilien. Schweizer Banken integrieren zunehmend den Faktor Natur in ihre Nachhaltigkeitsstrategien, bewerten physische Risiken und erproben neue Finanzprodukte. Um privates Kapital erfolgreich in grossem Massstab zu mobilisieren, empfiehlt die Studie nicht-regulatorische Mechanismen wie die private Kofinanzierung öffentlicher Infrastruktur und Blended Finance zur Risikominderung. Zudem sind bessere Daten, standardisierte Metriken und eine enge branchenübergreifende Zusammenarbeit unerlässlich, um bankfähige Projekte zu entwickeln und den Finanzsektor in die Lage zu versetzen, die Naturwende in der Schweiz wirksam zu unterstützen.
Kernerkenntnisse
Die Schweiz benötigt bis 2050 schätzungsweise 5,3 Milliarden CHF pro Jahr, um die Ziele des Naturwandels zu erreichen.(p. 6)
Mehr als 75 % des gesamten Finanzierungsbedarfs entfallen auf die Wasserinfrastruktur und die regenerative Landwirtschaft.(p. 6)
Rund 85 % der Gesamtinvestitionen werden voraussichtlich öffentliche Mittel erfordern, da die kommerzielle Rentabilität oft begrenzt ist.(p. 6)
Schweizer Bankbilanzen sind derzeit kaum materiellen Naturrisiken ausgesetzt, was auf umfangreiche Anpassungsinfrastrukturen und Versicherungsdeckungen zurückzuführen ist.(p. 18)
Gezielte Marktmechanismen wie Blended Finance und private Kofinanzierungen sind erforderlich, um privates Kapital effektiv zu mobilisieren.(p. 20)
Was das für Sie bedeutet
- 1PositionDie Schweiz benötigt bis 2050 schätzungsweise 5,3 Milliarden CHF pro Jahr, um die Ziele des Naturwandels zu erreichen.
- 2ActionMehr als 75 % des gesamten Finanzierungsbedarfs entfallen auf die Wasserinfrastruktur und die regenerative Landwirtschaft.
- 3PostureRund 85 % der Gesamtinvestitionen werden voraussichtlich öffentliche Mittel erfordern, da die kommerzielle Rentabilität oft begrenzt ist.
- 4OpportunitySchweizer Bankbilanzen sind derzeit kaum materiellen Naturrisiken ausgesetzt, was auf umfangreiche Anpassungsinfrastrukturen und Versicherungsdeckungen zurückzuführen ist.
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- Prognosen bis 2050
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- Switzerland
- Data Source
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