FINMA Risikomonitor 2025
Der FINMA Risikomonitor 2025 identifiziert neun Hauptrisiken für den Schweizer Finanzsektor. Während die Risiken im Bereich Immobilien, Kredite, Liquidität, Geldwäscherei und Outsourcing unverändert hoch bleiben, haben die Risiken durch Cyberangriffe, IKT-Ausfälle und Bonitätsaufschläge zugenommen. Ein spezieller Anhang beleuchtet zudem klimabedingte finanzielle Risiken.
Zusammenfassung
Der FINMA Risikomonitor 2025 bietet eine umfassende Analyse der Hauptrisiken, denen die beaufsichtigten Schweizer Finanzinstitute in den nächsten ein bis drei Jahren ausgesetzt sind. Das makroökonomische und geopolitische Umfeld ist weiterhin von Unsicherheiten geprägt, insbesondere durch Inflationsdruck und handelspolitische Spannungen. Zu den unverändert hohen Risiken zählen Immobilien und Hypotheken, bedingt durch historisch hohe Verschuldung und nachlassende Tragbarkeit. Auch Kreditrisiken aus Lombardkrediten und dem KMU-Geschäft sowie Liquiditätsrisiken und rechtliche Risiken durch Sanktionen und Geldwäscherei erfordern besondere aufsichtsrechtliche Aufmerksamkeit. Gleichzeitig sind das Marktrisiko (Credit Spreads) sowie Cyber- und IKT-Risiken im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Auslagerung an Drittanbieter (Outsourcing) bleibt aufgrund zunehmender Konzentration ein bedeutendes systemisches Risiko. Die FINMA richtet ihren Aufsichtsfokus auf die Widerstandsfähigkeit der Institute, forciert Vor-Ort-Kontrollen und Stresstests und kann bei übermäßiger Risikobereitschaft institutspezifische Kapitalzuschläge verfügen. Ein ausführlicher Anhang zum Thema klimabedingte Finanzrisiken zeigt, dass ein beträchtlicher Teil der Bank- und Versicherungsexposures klimapolitisch relevanten Sektoren zuzuordnen ist und die Institute physische sowie Transitionsrisiken zunehmend in ihr Risikomanagement integrieren müssen.
Kernerkenntnisse
Die Risiken im Zusammenhang mit Immobilien und Hypotheken bleiben aufgrund der hohen Hypothekarverschuldung und Anzeichen von gelockerten Tragbarkeitskriterien hoch.(p. 8)
Kreditrisiken im Firmenkundengeschäft und bei Lombardkrediten sind wegen geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten unverändert hoch.(p. 12)
Marktrisiken im Bereich Credit Spreads sind aufgrund gestiegener Länderrisiken und höherer Staatsverschuldung gestiegen.(p. 13)
Die zunehmende Auslagerung an Cloud-Anbieter führt zu Konzentrations- und Systemrisiken im IKT-Bereich.(p. 17)
Cyberrisiken und Angriffe über die Lieferkette (Third-Party-Anbieter) nehmen weiter deutlich zu.(p. 19)
Rund 30 % der Unternehmenskredite und -anleihen der Banken entfallen auf klimapolitisch relevante Sektoren.(p. 25)
Was das für Sie bedeutet
- 1PositionDie Risiken im Zusammenhang mit Immobilien und Hypotheken bleiben aufgrund der hohen Hypothekarverschuldung und Anzeichen von gelockerten Tragbarkeitskriterien hoch.
- 2ActionKreditrisiken im Firmenkundengeschäft und bei Lombardkrediten sind wegen geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten unverändert hoch.
- 3PostureMarktrisiken im Bereich Credit Spreads sind aufgrund gestiegener Länderrisiken und höherer Staatsverschuldung gestiegen.
- 4OpportunityDie zunehmende Auslagerung an Cloud-Anbieter führt zu Konzentrations- und Systemrisiken im IKT-Bereich.
Auf dieser Seite
- Period
- 2024 - Mitte 2025
- Geography
- Switzerland
- Data Source
- FINMA-Aufsichtsdaten, Stresstests, Vor-Ort-Kontrollen sowie Erhebungen zu Klimarisiken bei 32 Banken und bis zu 188 Versicherern.