World Payments Report 2026
Händler zurückgewinnen bedeutet, anders zu spielen
Zusammenfassung
Angetrieben durch das enorme Wachstum im digitalen Handel haben sich die weltweiten bargeldlosen Transaktionen im letzten Jahrzehnt vervierfacht, wobei digitale Geldbörsen und Sofortzahlungen bevorzugt werden. Viele traditionelle Banken haben jedoch aufgrund von sinkenden Margen und veralteten Systemen ihren Fokus von der Händlerakquise (Acquiring) auf das Kartenausgabegeschäft (Issuing) verlagert. Diese Lücke wurde schnell von PayTech-Plattformen und unabhängigen Softwareanbietern (ISVs) geschlossen. Diese neuen Akteure übertreffen Banken in wichtigen Bereichen und bieten Händlern ein Onboarding in weniger als einer Stunde – verglichen mit bis zu einer Woche bei Banken. Die Umfrage unter 2.600 Händlern und 420 Führungskräften im Zahlungsverkehr zeigt, dass Banken die Kernerwartungen der Händler (wie reibungsloses Onboarding, hohe Erfolgsquoten, moderne Betrugsprävention und maßgeschneiderte Mehrwertdienste) oft nicht erfüllen. 40 % der kleinen und mittleren Händler erwägen einen Wechsel zu PayTechs. Dennoch haben Banken entscheidende Vorteile: 66 % der Händler vertrauen Banken mehr als neuen Tech-Anbietern und schätzen deren regulatorische Compliance, Stabilität und Liquidität. Um ihre Marktposition zurückzugewinnen, sollten Banken fünf Schritte befolgen: 1) Den Fokus gezielt auf die Händlerlandschaft richten, 2) Das richtige Wettbewerbsmodell wählen (selbst aufbauen, Partner suchen oder ausgliedern), 3) Die digitale Infrastruktur durch API-gesteuerte, modulare Zahlungsorchestrierung modernisieren, 4) Ihren Datenvorteil durch KI und Analytik aktivieren und 5) Erstklassige, branchenspezifische Mehrwertdienste anbieten. Durch strategische Freemium-Modelle und Partnerschaften mit Fintechs können Banken genau die operativen Tools liefern, die moderne Händler fordern.
Kernerkenntnisse
Die weltweiten bargeldlosen Transaktionen werden voraussichtlich von 1.685 Milliarden im Jahr 2024 auf 3.540 Milliarden bis 2029 ansteigen.(p. 9)
Margendruck und technologische Komplexität haben viele Banken dazu veranlasst, sich vom Händler-Acquiring abzuwenden und sich auf das Issuing zu konzentrieren.(p. 15)
40 % der kleinen und mittleren Händler planen, innerhalb der nächsten 12 Monate von Banken zu PayTechs zu wechseln.(p. 27)
Während Banken bis zu sieben Tage benötigen, um einen Händler anzubinden, erledigen PayTechs dies in weniger als 60 Minuten.(p. 30)
Händler haben im vergangenen Jahr etwa 2 % ihres Umsatzes durch Zahlungsbetrug verloren, während 79 % der Banken mit isolierter Betrugsüberwachung arbeiten.(p. 34)
Nur 23 % der Händler geben an, dass sie vollständig personalisierte Mehrwertdienste von ihren Banken erhalten.(p. 35)
80 % der Händler würden einen Wechsel zu Banken in Betracht ziehen, wenn diese die gleichen Leistungen wie neue Zahlungsanbieter zum gleichen Preis anbieten könnten.(p. 57)
Was das für Sie bedeutet
- 1PositionDie weltweiten bargeldlosen Transaktionen werden voraussichtlich von 1.685 Milliarden im Jahr 2024 auf 3.540 Milliarden bis 2029 ansteigen.
- 2ActionMargendruck und technologische Komplexität haben viele Banken dazu veranlasst, sich vom Händler-Acquiring abzuwenden und sich auf das Issuing zu konzentrieren.
- 3Posture40 % der kleinen und mittleren Händler planen, innerhalb der nächsten 12 Monate von Banken zu PayTechs zu wechseln.
- 4OpportunityWährend Banken bis zu sieben Tage benötigen, um einen Händler anzubinden, erledigen PayTechs dies in weniger als 60 Minuten.
Auf dieser Seite
- Period
- 2025
- Geography
- Australia, Brazil, Canada, France, Germany, Hong Kong, India, Italy, Netherlands, Poland, Singapore, Spain, Sweden, United Kingdom, United States
- Data Source
- 2025 Global Merchant Survey und 2025 Global Payment Executive Surveys
- Sample Size
- 3020