Wir haben aktivierte Software, Betriebsausgaben, Cost-Income-Ratios und Personalkosten von über 60 Schweizer Banken von 2019 bis 2024 analysiert. Drei erzählen die Geschichte. Klicken Sie auf einen Punkt.
Banken legen IT-Budgets nicht offen. Aber die Schweizer Rechnungslegungsstandards (FINMA-Rundschreiben 2020/1 und die Bankenverordnung) verlangen von jeder Bank, aktivierte Software in der Bilanz und softwarebezogene Betriebsausgaben in der Erfolgsrechnung auszuweisen. Das sind keine Schätzungen, es sind geprüfte Zahlen, die tatsächliche kapitalisierte Entwicklung und laufende Technologieausgaben widerspiegeln.
Genau das misst die OECD auf Makroebene. Ihr Arbeitspapier 2024 zur Digitalisierung des Finanzsektors (Nr. 1818) identifiziert zwei Kanäle der digitalen Durchdringung: IKT-Investitionen (was Sie bauen und kapitalisieren) und IKT-Vorleistungen (was Sie für den Betrieb ausgeben). Keiner allein erzählt die Geschichte. Eine Bank kann viel für Lizenzen ausgeben, ohne etwas zu bauen, oder aggressiv kapitalisieren, während sie den gesamten Betrieb auslagert. Beide Kanäle zusammen zeigen die tatsächliche digitale Intensität.
Der Schweizer Geschäftsbericht passt direkt in dieses Framework. Aktivierte Software-Aktiva entsprechen IKT-Investitionen. Software-Betriebsausgaben (Lizenzen, SaaS-Abonnements, externe IT-Dienste) entsprechen IKT-Vorleistungen. Zusammen bilden sie ein bankspezifisches Signal für digitale Intensität, das öffentlich, geprüft und vergleichbar ist.
McKinseys Global Banking IT Benchmark zeigt, dass Finanzinstitute 6–12% der Erträge für Technologie ausgeben, mehr als jede andere Branche. Aber die Spanne ist enorm: Top-Performer geben als Anteil am Ertrag weniger aus und liefern gleichzeitig mehr digitale Leistungsfähigkeit. Der entscheidende Unterschied ist nicht, wie viel man ausgibt, sondern ob die Ausgaben in strukturelle Effizienz umgewandelt werden oder nur den Betrieb aufrechterhalten.
Das verfolgt dieses Diagramm. Die x-Achse misst, wie viel jede Bank in Software investiert (Aufbau und Betrieb). Die y-Achse misst, ob sich dies in den entscheidenden Kennzahlen niederschlägt: Kostenquoten und Personalkosten. Einige Banken bewegen sich nach rechts und oben, investieren mehr und werden effizienter. Andere bewegen sich nach rechts und bleiben flach, geben mehr aus, ohne Ergebnis. Und manche bewegen sich kaum.